Gestern sind die Verkäuferinnen von Mode Discount Plus in Genf geschlossen in den Streik getreten. Die Modeboutique der Regula Holding AG wird Ende Februar geschlossen. Die fünf Verkäuferinnen wurden entlassen. Das gleiche Schicksal haben in den vergangenen Monaten bereits Angestellte mehrerer anderer Filialen dieser Modekette erlitten. Die Leitung der Modekette verweigert jede Art von Sozialplan und setzt sich auch nicht für eine andere Weiterbeschäftigung der Verkäuferinnen ein. Die Unia hat im Auftrag der betroffenen Arbeitnehmerinnen das Gespräch mit der Firmenleitung gesucht. Geschäftsführer Corneliu Sfintesco hat jedoch jegliche Verhandlungen abgelehnt. Heuteverschärfte die Geschäftsleitung der Regula-Shops Kette, zu der Mode Discount Plus gehört, den Ton. Die Leitung versucht, das Personal zu spalten und die streikenden Verkäuferinnen für künftige Umsatzrückgänge verantwortlich zu machen. Den Angestellten, die von ihrem verfassungsmässig garantierten Streikrecht Gebrauch machen, droht die Geschäftsleitung mit Vergeltungsmassnahmen. Vor Mode Discount Plus in Genf werden Sicherheitspersonen eingesetzt. Vor den Mode Discount Plus Filialen der ganzen Schweiz haben gestern und heute Solidaritätsaktionen stattgefunden. Die Gewerkschaft Unia hat so Kundinnen, Kunden und Personal über die unakzeptablen Kündigungen informiert. Solidarität organisiert sich vor und in den Läden von Mode Discount Plus. Die Genfer Verkäuferinnen ihrerseits sind fest entschlossen den Streik weiterzuführen. Der Ausweg aus diesem Konflikt sind die Aufnahme von Verhandlungen und die Beendigung von Drohungen und Einschüchterungsmassnahmen gegen die streikenden Verkäuferinnen. Ich wünsche den Verkäuferinnen viel Kraft und hoffe auf einen richtungsweiisenden Sieg für sie.
Mehr Infos: www.unia.ch und www.modediscountplus.ch


