Im Service public wird hart gearbeitet, rund um die Uhr und an 365 Tagen, im städtischen Alters- und Pflegeheim, im Strassenunterhalt, im Tierpark, in der Kehrichtentsorgung, im Wasserwerk usw. Wer ein Leben lang für einen guten Service public schuftet, hat Anspruch auf eine faire Pensionierung und einen anständige Behandlung durch seinen Arbeitgeber . Jeder anständige Arbeitgeber führt deswehen auch Verhandlungen, wenn er Anstellungsbedingungen ändern will. So schreibt das auch das städtische Personalreglement in Artikel 86 vor. Vorsätzlich missachtet der inzwischen bürgerlich dominierte Stadtrat sein eigenes Gesetz und ändert das Reglement ohne jede Verhandlung. Von den Angestellten verlangt man zwar Anstand – der bürgerliche Stadtrat hat aber keinen für sie übrig.
Personal finanziert seine Renten selbst
Die städtischen Angestellten in Bern kaufen sich in die Leistungen der Pensionskasse ein und zahlen ein Leben lang Beiträge und finanzieren den Leistungsplan auf Alter 63. Mit einem Federstrich soll dieses Rentenalter auf 65 erhöht werden und das einbezahlte Geld verschwinden?
Streikrecht
Die Bundesverfassung und auch das städtische Personalreglement garantieren ein Streikrecht. Dem Rentenklau-Beschluss des Stadtrates beantwortet das städtische Personal wir mit einer ersten Protestaktion heute um 16:30 direkt vor dem Stadtrat. Der Kampf geht weiter, leider scheinen die bürgerlichen Parteien noch hart zu bleiben. Mal schauen wie lange noch……
Quelle: VPOD
Die Stadt Bern will die ausgelagerten Stadtbauten Bern (StaBe) wieder zurück in die Verwaltung eingliedern. Ein guter und wichtiger Schritt. Die Auslagerung war absolut unnötig und wohl nur Ausdruck des gescheiterten Neoliberalismus. Auslagerungen, Privatsierungen und Liberalisierungen sind eben nicht ein Allheilmittel, wie es uns die bürgerlichen Poltiker weissmachen wollen. Die Auslagerung der StaBe hat gezeigt, dass dadurch der Bevölkerung die direkte Kontrolle und Transparenz abhanden kommt. Zudem wurden durch die Auslagerungen unötige Fehlkosten (Bärenpark, Feuerwehrmagazin) gemacht und das Volk unsauber informiert. Schade dass die Stadt Bern so teuer für diesen Fehler zahlen muss. Aber es ist ein wichtiger Fingerzeig für andere Gemeinden, Kantone und den Bund. Dort sollten ebenfalls diverse ausgelagerte, liberalsierte und/oder privatisierte Betriebe wieder eingegliedert werden zum Wohle der Allgemeinheit.
Quelle: Stadt Bern
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Kommunikation und die Sozialdemokratische Partei der Schweiz haben heute offiziell die Volksinitiative «Für eine starke Post» lanciert. Ihr Ziel: für die Zukunft einen guten, bevölkerungsnahen Service public bei der Post und dessen Finanzierung über ein Restmonopol und eine Postbank sichern. Mit dem schnellen Einreichen der 100 000 Unterschriften schon im Frühling wollen die Initianten die Debatte zur Postmarktöffnung im Parlament beeinflussen.
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