Heute ist in der BernerZeitung (BZ) ein Leserbrief von mir erschienen:
“Ausgabe vom 19. Januar. «Die Suppe wird nicht so heiss gegessen». Standpunkt zur Abstimmung vom 7. März
Kosten senken
Im Kommentar vom 19.Januar zur Abstimmung über das BVG steht, dass wegen der Lebenserwartung und der fehlenden Rendite die Renten bei der Pensionskasse gekürzt werden müssen. Tatsache aber ist, dass die Versicherer zu hohe Verwaltungskosten haben. Rund 1,3 Milliarden Franken waren es alleine 2007. Anstatt die Rente für uns Junge und Alte zu senken, müssen die Versicherer ihre Verwaltungskosten senken und die Manager auf ihre Boni verzichten. Tatsache ist ebenfalls, dass die «höhere» Lebenserwartung bereits in der 1.BVG-Revision im Jahr 2003 berücksichtigt wurde. Sogar die Lebensversicherungen gehen von einer tieferen Lebenserwartung aus als die Befürworter der Rentensenkung. Die voraussichtliche Lebenserwartung ist nichts als ein Vorwand der Versicherungen, um ihre Gewinne zu erhöhen. Darum am 7.März: Nein zum Rentenklau!”
Die Verwaltung der zweiten Säule verschlingt gemäss dem Ökonomen Werner Vontobel über 5,7 Milliarden Franken. Ein guter Teil dieses Geldes geht sicherlich an Honorare für abzockende Verwaltungsräte und Manager. Die AHV bezahlt jährlich ungefähr gleich viel Geld aus wie die Pensionskassen. Die Verwaltung der AHV kostet aber nur rund 450 Millionen, die der Pensionskassen rund 5,75 Milliarden Franken. Mehr als das dreizehnfache also! Dazu mein Vontobel: “Die Zeche zahlen die Rentner. Wegen der hohen Kosten fallen ihre Bezüge um rund 16 Prozent tiefer aus. Das entspricht etwa zwei zusätzlichen Monatsrenten.”
Quelle: Artikel von Werner Vontobel im Blick
Die Pensionskassen-Verbände biegen die Wahrheit zurecht, wenn sie die Senkung des Umwandlungssatzes mit den gesunkenen Renditen und steigender Lebenserwartungen rechtfertigen. In Tat und Wahrheit will die Versicherungs-Lobby den eigenen Gewinn erhöhen.
“Pensionskassen-Abzocker kämpfen für mehr Gewinn” weiterlesen
Die beiden KonsumentInnenenzeitungen K-Tipp und Saldo kämpfen gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia gegen den Rentenklau. K-Tipp und Saldo haben bereits das Referendum unterstützt und schalten sich nun in den Abstimmungskampf ein. So hiess es beispielsweise in der Medienmitteilung zur Medienkonferenz der Rentenklaugegner:
René Schuhmacher, publizistischer Leiter der Konsumentenzeitungen K-Tipp und Saldo warf den Befürwortern der Vorlage vor, sie arbeiteten mit falschen Zahlen: „Sie gehen von einer unrealistisch hohen Lebenserwartung aus. Wenn die Versicherungen eine Pensionskassenrente festlegen, dann leben die Menschen sehr lange. Wenn die gleiche Versicherung die Prämie für eine Todesfallversicherung definiert, dann leben Menschen viel kürzer.“ Dieses Denken widerspreche der Konzeption der zweiten Säule, so Schuhmacher. „Die Pensionskassen müssen ein Teil des Einkommens der Versicherten absichern, nicht die Gewinne oder Überschüsse von Lebensversicherungen und Pensionskassen.“
Mehr Infos:
www.ktipp.ch und in einem Onlinebericht des K-Tipps
Die Gewerkschaft Unia entarnt den obersten Rentenklauer der Schweiz: Gerold Bührer. Ab morgen Montag prangert sie auf Plakaten in verschiedenen Städten Gerold Bührer, den Präsidenten des Wirtschaftsverbands economiesuisse, als Rentenklauer an. Auch Inserate mit dem gleichen Motiv will die Unia schalten, berichtet der Sonntagsblick heute. Bührer ist Vize-Präsident des grössten Schweizer Versicherungskonzerns Swiss Life, der mit der beruflichen Vorsorge Millionen verdiene und massiv von den geplanten 10% Rentensenkung profitieren würde. Für die Interessen der Abzocker setzt economiesuisse auch 8 Millionen Franken ein…. Hier hilft nur eins: Ein klares Nein zum Rentenklau am 7. März 2009!
Hier das Plakat, welches Bührer als gesuchten Rentenklauer zeigt:

Quelle: Sonntagsblick
Am 15. Dezember 2009 beginnt das Gegnerkomitee mit seiner Kampagne um den Rentenklau bei der Abstimmung vom 7. März 2010 durchzudrücken. Wir organisieren am Dienstag 15. Dezember um 12.20 Uhr als Reaktion darauf in den Bahnhofshallen in Bern, Thun und Burgdorf einen Weckruf. Die Leute müssen nun realisieren, dass Rentenklauer am Werk sind, dass ihre Rente geklaut und gekürzt wird. Wir wollen die Stimmberechtigten mobilisieren, ein Nein am 7. März in die Urne zu legen. Niemand lässt sich eine Rentensenkung von 10% gefallen, damit sich die privaten Versicherungen eine goldene Nase mit unseren Pensionskassenguthaben verdienen können! Leute, wacht auf und wehrt euch mit einem Nein!
“Smartmob gegen den Rentenklau – Aufwachen! Sie klauen unsere Rente!” weiterlesen